Der beste Tag meines Lebens

Prüfungsthema Saarland 2016/2017

Colin Fischer ist nicht wie andere Jungen in seinem Alter. Er hat das Asperger-Syndrom:  Gesichter lesen, Stimmungen erkennen, Gefühle begreifen – für Colin eine Herausforderung. 
Nur mithilfe seines Notizbuches gelingt es ihm, sich in der Welt zurechtzufinden. Seine Welt dreht sich um den Superdetektiven Sherlock...

Prüfungsthema Saarland 2016/2017

Colin Fischer ist nicht wie andere Jungen in seinem Alter. Er hat das Asperger-Syndrom:  Gesichter lesen, Stimmungen erkennen, Gefühle begreifen – für Colin eine Herausforderung. 
Nur mithilfe seines Notizbuches gelingt es ihm, sich in der Welt zurechtzufinden. Seine Welt dreht sich um den Superdetektiven Sherlock Holmes, den er tief verehrt.

Als sich nach einem Gerangel in der Schule ein Schuss löst und einer seiner Mitschüler eines Verbrechens beschuldigt wird, macht sich Colin mit detektivischer Gründlichkeit auf die Suche nach dem Schützen. Das passt nicht allen, aber nun sind es gerade Colins unvergleichliche Logik und sein unbestechlicher Blick auf andere Menschen, die dabei helfen, den Fall aufzuklären…

Ashley Edward Miller und Zack Stentz bringen den Lesern das Wesen eines Jungen mit Asperger-Syndrom näher. Wie bei den Menschen mit Asperger üblich, muss sich das Leben beim vierzehnjährigen Colin nach genauen Vorgaben abspielen. Das macht ihn in der Schule zum Sonderling, Freundschaften gelingen ihm nicht, da ihm Gefühlsregungen weitgehend verschlossen bleiben und er Wahrnehmungen und das Handeln von Mitmenschen penibel notiert und auf seine Logik überprüft.

Die Autoren stellen auch die Familienkonstellation dar, die durch Colins Autismus – Asperger ist eine Form von Autismus – geprägt ist. Die Eltern meistern die Belastungen, während sich Colins jüngerer Bruder Danny zurück gesetzt fühlt und jede Gelegenheit wahr nimmt, den Bruder an seinen empfindlichen Stellen zu treffen. Die Leser erfahren das „Anderssein“ von Colin unmittelbar und anhand eigener Emotionen und können sich so mit dem Asperger-Syndrom auseinander setzen. 

Gut gemeint sind umfangreiche Fußnoten und Erklärungen. Einige Leser und Rezensenten empfinden sie als interessante Zusatzinformationen, andere empfinden diese aber auch als störend.

Der beste Tag meines Lebens richtet sich an Jugendliche von 12 bis 16 Jahren. Das Leseinteresse fördernd sind die Spannung, der humorvolle Erzählstil und das sensible Schildern der Geschehnisse in der Schule, der Rangeleien, der Gruppenbildung und Ausgrenzung Einzelner. Empathie fördernd werden das Entstehen und die Folgen von Schuldzuweisungen und Außenseitertum geschildert. Dies und Colins erfolgreiche Beharrlichkeit lassen viel Verständnis für das Asperger-Syndrom entstehen.

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