"Grafeneck" von Rainer Gross
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Realschulabschlussprüfung BaWü 2011/2012
Klasse 9-10, Sek. I - Lehrer- und Schülerband
Durch den geänderten Modus der Veröffentlichtung der Pflichtlektüre für die Reaschulabschlussprüfung Deutsch in Baden-Württemberg ist das Thema für das Jahr 2012 bereits bekannt: Es ist mit Rainer Gross‘ „Grafeneck“ ein Krimi, ausgezeichnet mit dem Friedrich-Glauser-Preis für das beste Krimidebut des Jahres. Das Buch ist jedoch weitaus mehr als ein spannender Krimi um das Auffinden einer mumifizierten Leiche in einer Höhle auf der Schwäbischen Alb, es ist die Konfrontation mit der Vergangenheit und der Schuld jedes Einzelnen – spannend und melancholisch erzählt.
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Hermann Mauser, Lehrer in der schwäbischen Ortschaft Buttenhausen, ist Hobbyheimat- und Hobbyhöhlenforscher. Die Entdeckung einer mumifizierten Leiche in einer Lehmkammerhöhle konfrontiert ihn mit den Ereignissen der Ermordung von Behinderten im nahe gelegenen Grafeneck. Die Tatwaffe, das findet er durch seine der Polizei gegenüber verdeckten Ermittlungen heraus, war eine alte P04 – die Waffe,
die Mauser von seinem Vater geerbt hat und zuhause verwahrt. Mausers Vater war während und nach dem 3. Reich Polizist in Buttenhausen, der versuchte sich gegen das Unrecht zu stellen. Die ältere behinderte Schwester Mutz wurde im Rahmen des
Euthanasieprogramms in Grafeneck ermordet, als Hermann Mauser acht Jahre alt war, sein Vater konnte dies nicht verhindern, seine Mutter nahm sich deswegen das Leben.
Es beginnt ein gegenseitiges Versteckspiel zwischen Mauser und Kommissar Greving aus Reutlingen und örtlichen Protagonisten um die Auflösung der Frage, wer den Mann in der Höhle erschoss. Dabei werden alle mit Fragen nach der Vergangenheit und Verbrechen, die nie verjähren, konfrontiert. So bringt der Leichenfund Unruhe in die beschaulichen Ortschaften Buttenhausen, Hundersingen und Lautlingen auf der Schwäbischen Alb, deren Bewohner Zeugen der Euthanasieeinrichtung in Grafeneck waren, sie sahen die grauen Busse und die rauchenden Schornsteine des Krematoriums. Reaktionen im Ort reichen von „Ich weiß nichts“ über „Nazis haben wir keine gehabt“ bis zu „die Juden waren schon weg.“
Durch die frühzeitige Bekanntgabe der Pflichtlektüren ist es uns möglich, zugehörige Unterrichtsmaterialien früher anzubieten und somit den oft geäußerten Wunsch von Kollegen und Kolleginen zu erfüllen, sich frühzeitig mit der kommenden Pflichtlektüre befassen zu können. Unsere Lehrer- und Schülerhefte zu „Grafeneck“ sind daher bereits ab Dezember 2010 lieferbar.
Es beginnt ein gegenseitiges Versteckspiel zwischen Mauser und Kommissar Greving aus Reutlingen und örtlichen Protagonisten um die Auflösung der Frage, wer den Mann in der Höhle erschoss. Dabei werden alle mit Fragen nach der Vergangenheit und Verbrechen, die nie verjähren, konfrontiert. So bringt der Leichenfund Unruhe in die beschaulichen Ortschaften Buttenhausen, Hundersingen und Lautlingen auf der Schwäbischen Alb, deren Bewohner Zeugen der Euthanasieeinrichtung in Grafeneck waren, sie sahen die grauen Busse und die rauchenden Schornsteine des Krematoriums. Reaktionen im Ort reichen von „Ich weiß nichts“ über „Nazis haben wir keine gehabt“ bis zu „die Juden waren schon weg.“
Durch die frühzeitige Bekanntgabe der Pflichtlektüren ist es uns möglich, zugehörige Unterrichtsmaterialien früher anzubieten und somit den oft geäußerten Wunsch von Kollegen und Kolleginen zu erfüllen, sich frühzeitig mit der kommenden Pflichtlektüre befassen zu können. Unsere Lehrer- und Schülerhefte zu „Grafeneck“ sind daher bereits ab Dezember 2010 lieferbar.



